Der Tag der Wahrheit ist gekommen.
Mein erster Halbmarathon mit gut 21 km steht an.

So richtig viel zum Laufen vorab bin ich im Sommer nicht gekommen.
Es dann doch immer wieder mal zu heiß oder zu anstrengend oder …. ach lassen wir das Thema.

Aber eine Woche vor dem Wachau-Halbmarathon war eine gut Generalprobe: der Business-Run.
Bei diesem Lauf war ich doch glatt wieder mal 2 Minuten schneller als letztes Jahr, also es war doch
eine Steigerung zu erkennen! Jipi!

Also sind die Aussichten für die Wachau doch nicht so schlecht.

Vorbereitungstechnisch hab ich am Samstag sicherheitshalber mal
meine private Pasta-Party und Mehlspeisen-Party veranstaltet um für die große Anstrengung gerüstet zu sein.

Tja, und dann gings ja auch schon los am Sonntag.
Bin mit Thomas, der schon viel Erfahrung mit dem Wachau-Lauf hat, angereist und mit dem Shuttelbus direkt zum Start gefahren.
Anfangs wars noch sehr kühl, aber um 10 war die Temperatur dann doch sehr angenehm und in der Sonne war es fast schon heiß.
Peng – und los gehts!
ich muß sagen, die ersten Kilometer gingen ganz gut dahin, bei den Labestationen hab ich immer gleich brav einen Becher wasser bzw. Iso-Getränk genommen, damit nix sein kann.
Bei Kilometer 10 war schon die Hälfte geschafft, das gab mir sogar so einen Schub, dass ich glatt 2 Kilometer lang um 2 km/h schneller lief!
Yeah!

Nunja, und dann gings halt in die zweite hälfte des Laufes und ich war erstaunt, wie „einfach“ es ist, doch noch weiter zulaufen,
obwohl ja schon eine Stunde vorüber war.
Aber egal, einfach weiterlaufen!
Das gute war ja, dass ich immer den Pacemaker mit 2:14:59 im Auge hatte, der hat mir schon sehr geholfen.
somit konnte ich immer einschätzen, ob ich langsamer oder schneller (*lol*) wurde.

Nach einiger Zeit traute ich meinen Augen kaum: Ortsschild „Krems“ war da zu lesen!!
Arg!!!!war ich leicht schon da? ist da schon das Ziel???
Unglaublich!! ich habs bald geschafft.
Nur wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, dass man in Krems selbst auch noch knapp 3 km zu laufen hatte, aber egal, jetzt wird nochmal Gas gegeben!
Und schwups die wups war auch der Pacemaker überholt und ab gings auf die Zielgerade!!
Da hab ich dann nochmal ein wenig an Speed zugelegt, weil da ja die ganzen Zuschauer so brav geklatscht haben! 🙂
Irgendwie haben dann die Oberschenkeln nicht mehr gebrannt, sondern ich hab sie einfach gar nicht mehr gespürt, das war auch ein interessantes Gefühl! 🙂

Ziel!!! Finish!!!
Grandiose Zeit von 2 Stunden 13 Minuten!!! (Die Sekunden sind ja bei sowas eh irrelevant!)

Gut erschöpft und doch etwas stolz, dass ich meinen ersten Halbmarathon so gut überstanden habe, musste ich mich
dann doch etwas auf der Wiese ausruhen.
Nach einer angenehmen Dusche und frischer, trockener Kleidung haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht.

Ein guter Tag! 🙂
Mögen noch weitere solche Tage folgen!